Ich staune bloß, dass man für solche hochgestochenen Worte, die er ohne Quellenangabe übernommen hat und die für uns eigentlich überhaupt nicht relevant sind, einen Doktortitel verliehen bekommt.
Genau, Maxi, da sieht man mal, was für skurillen Lehrstühle der Staat bezahlt, die noch lebensunerfahrenen Studenten die Lebenszeit stehlen bei ihrem Wunsch nach einem Bildungsabschluss.
Auch wenn Habeck nicht meine Symphatie hat, so geht mir diese Denunzianten auf die Nerven, die nur mittels Computerei fähig sind, ihr merkwürdiges "Handwerk" auszuüben. Sie wissen ja nicht, ob die prüfenden Dozenten damals das erkannt aber auch geduldet haben, weil es dem ansonsten wertvollen Erkenntnisgewinn nicht im Wege stand. Im Übrigen kann man eine durchaus zutreffende Meinung über Bücher haben, die man nicht gelesen hat, siehe unten.
Ich habe den 2.Link mir angeschaut und versucht, den kaum verständlichen Beispielpassagen einen Sinn zu entreißen, - vergeblich!
Das ganze Geschäft der Plagiatjäger ist doch nur durch die enormen Fortschritte der Computerei ermöglicht worden.
Es zeigt den ins Absurde abgedriftete Sinn gewisser "Wissenschaftszweige" und wie sie Studenten die Zeit stehlen um absurde Banalitäten zu "erforschen", nur weil diese den verständlichen Wunsch einer abgeschlossenen Ausbildung haben. Wieviele sind an diesen Dingen verzweifelt oder haben Jahre gebraucht, um Banalitäten mit gestelzten Worten aber korrekter Zitatenrecherche zu erforschen. Welch ein Entzug arbeitsfähiger Manpower der Volkswirtschaft inclusive deformierter Lebensperspektiven und -biografien. Man hat mir mal gezeigt, wie ein fortschritliches Textprogramm das Zitatmanagement im Hintergrund betreibt, und dennoch bleibt ein gewaltiger Aufwand. Dies ohne Computerei vor Jahrzehnten wird nach heutigen Ansprüchen eine Sysiphos-Arbeit gewesen sein.
Gut, ein Doktorant will mehr vom Kuchen, aber selbst da sollte man nicht diese Manpower unnötig lange in seiner leistungsstärksten Lebenszeit der Volkswirtschaft entziehen.
Da kann ich nur von Glück sprechen, dass mein Dipl.-Ing. nicht erforderte, nachzugrübeln welche Archtekturzeitschrift, welche baugeschichtliche Vorlesung oder welches reale Gebäude mich auf welche Ideen, zeitgemäße Entsprechungen oder sonstige Einflüsse mich auf die Lösung meiner Aufgabenstellung gebracht hatten.
Zu diesem Thema ein geniales Buch: Der Autor Pierre Bayard verweist dabei auch spaßeshalber auf einen berühmten französischen Vielschreiber, dessen Name ich leider vergessen habe, der seine eigenen Textausschnitte nicht mehr wiedererkannte.
Pierre Bayard: Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat
https://www.kunstmann.de/buch/pierre_bayard-wie_man_ueber_buecher_spricht-_die_man_nicht_gelesen_hat-9783888974861/t-0/